Sattelpflege – damit dein Sattel immer wie neu aussieht

Wer in einen guten Pferdesattel aus Leder investiert hat, möchte diesen natürlich so lange wie möglich in einem einwandfreien Zustand halten. Schließlich kann dein Sattel schnell einen vierstelligen Betrag kosten.

Daher stellen wir dir im Folgenden einige Tipps und Tricks zur Sattelpflege vor, die du unbedingt beachten solltest, damit du lange Freude an deinem Sattel hast.

Warum ist die Sattelpflege so wichtig?

Du hast deinen neuen Reitsattel erstanden und möchtest ihn nun natürlich auch ausgiebig nutzen. Der Sattel ist dabei großen Strapazen ausgesetzt und muss viel aushalten. Nach einem langen Ausritt durch die Natur wird er auch gerne mal ordentlich dreckig.

Daher benötigt dein Sattel ausreichend Pflege. Wird diese vernachlässigt, kann es zu Beschädigungen kommen. Das Material wird spröde und rissig und kann im schlimmsten Fall sogar reißen. Dies wäre nicht nur ärgerlich, sondern kann unter Umständen sogar gefährlich werden.

Außerdem ist auch der Faktor des Werterhalts nicht zu vernachlässigen. Es kann durchaus vorkommen, dass du deinen Sattel eines Tages verkaufen musst oder möchtest. Für diesen Fall sollte er natürlich in bestmöglichem Zustand sein.

Daher solltest du der Sattelpflege immer ausreichend Zeit widmen und mit den richtigen Utensilien an die Sache rangehen. 

Sattelpflege vorbereiten

Zunächst einmal solltest du den Sattel so positionieren, dass du gut daran arbeiten kannst. Ein Sattelbock bietet sich hier idealerweise an.

Wenn du diesen nicht zur Verfügung hast, such dir eine standfeste, rutschfeste Ablage auf welcher du den Sattel zurechtlegen kannst. Alle Teile des Sattels müssen gereinigt werden, daher zerlege ihn am besten zunächst in seine Einzelteile: Steigbügel abbauen, ggfs. Strupfenschoner abnehmen.

Dann solltest du dir alle nötigen Utensilien parat legen. Du wirst auf jeden Fall ausreichend Wasser, ein weiches Tuch sowie ein Wolltuch benötigen. Hinzu kommen noch diverse Optionen an Pflegemitteln, die wir nachfolgend noch erläutern werden.

Neben deinem Sattel ist es auch wichtig, die Satteldecke nicht außer acht zu lassen. Damit dein geputzter Sattel sauber bleibt, solltest du auch regelmäßig die Satteldecke wechseln. Durch das Waschen deiner Decken beugst du unnötigen Schweiß und Dreck für dein Pferd und deinen Sattel vor.

Pflegemittel zur Sattelpflege

Welche Pflegemittel du für deinen Sattel benutzen solltest, ist ein heikles Thema. Hier scheiden sich die Geister und welche Mittel für dich und deinen Sattel passend sind, musst du erst herausfinden.

Nicht jedes Pflegemittel ist für jeden Sattel geeignet.

Als Hauptkriterium solltest du darauf achten, dass deine Pflege zu der Art des Leders passt. Je nachdem, ob du Glattleder, Wildleder oder einen Wintec -Sattel besitzt, benötigst du ein anderes Produkt. 

Leder ist einem Konservierungsprozess ausgesetzt worden, der sich Gerbung nennt. Die Konservierung sollte nicht durch organische Hausmittel abgeschwächt werden. Daher sind keine verderbenden Pflegemittel auf das Leder aufzubringen. Bananenschalen oder Zwiebeln eignen sich für die Pflege daher nicht. Jetzt aber weiter mit der Pflege.

Um erst mal die allgemeine Reinigung deines Sattels anzugehen, kannst du auf Sattelseife zurückgreifen. Hier gibt es Versionen, die du direkt auf den Sattel auftragen kannst, oder aber Produkte, die du erst in Wasser auflöst. Für welches du dich entscheidest, liegt ganz an deiner persönlichen Präferenz. Auf jeden Fall kannst du hiermit erstmal den groben Schmutz entfernen. 

Auf Sattelseife verzichten solltest du, falls du an deinem Sattel bereits Schimmel festgestellt hast.

In diesem Fall greifst du am besten erst mal auf Essigessenz zurück. Damit kannst du den Schimmelsporen zuverlässig zu Leibe rücken.

Wenn du auf der Suche nach einer schnellen Lösung bist, kannst du auch auf sogenannte All-in-one Produkte zur Sattelpflege zurückgreifen. Es gibt spezielle Lederreiniger auf dem Markt, die du einfach auf deinen Sattel aufsprühst und abwischst. Sehr ergiebig sind diese Produkte nicht, daher eignen sich eher für die kurze Pflege zwischendurch oder Kleinteile wie Trensen.

Wir können in jedem Fall die Effax Produkte empfehlen. Diese kaufen wir selber zur Pflege unseres Leders. Ideal für kleine Ausbesserungen – und auch für die Pflege deiner Lederstiefel – ist das handliche Effax Leather-Speedy-Shine *. Dieses passt in jeden Putzkasten und ist schnell zur Hand. Dieser praktische Schwamm bringt dein Leder sofort zum Glänzen.

Wenn du deinen Sattel jetzt erst einmal gründlich gereinigt und getrocknet hast, heißt es die richtige Nachbehandlung zu wählen. Je nach Sattel kommt hier Lederöl oder auch Lederfett infrage.

Alternativ kannst du auch auf Lederbalsam von Effax * zurückgreifen. Dieses Lederbalsam kannst du mithilfe eines Schwammes auf das Leder auftragen.

In jedem Fall solltest du mit diesen Pflegeprodukten sparsam umgehen. Überdosiert führen sie dazu, dass sich das Leder ausdehnt oder aufquillt. Das ist natürlich nicht der Effekt, auf den du hinaus willst. Ziel ist es, dass das Leder nicht trocken und spröde, sondern weich ist.

Dazu trägst du das Produkt deiner Wahl zunächst mit einem weichen Tuch in einer sehr dünnen Schicht auf den Sattel auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit kannst du das Produkt abwischen bzw. in das Leder einreiben. 

Im Anschluss an die Behandlung mit den speziellen Produkten zur Sattelpflege, kannst du das gute Stück noch mit einem Mikrofasertuch * polieren, damit es einen schönen Glanz bekommt. 

Wie oft solltest du deinen Sattel putzen?

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich maßgeblich von der Nutzung deines Sattels ab. Umso öfter du das gute Stück verwendest, desto öfter solltest du natürlich auch die Sattelpflege vollziehen.

In der Regel wäre aber ratsam, dass du nach jedem Ausritt den Sattel vom gröbsten Dreck befreist.

Die Verwendung der speziellen Pflegeprodukte kannst du an die Häufigkeit deiner Ausritte anpassen. Benutzt du deinen Sattel täglich, solltest du ihn schon einmal in der Woche pflegen. Ansonsten kannst du die Intervalle auch etwas ausdehnen. 

Hausmittel zur Sattelpflege

So, wie jedes Leder, kannst du auch deinen Sattel kostengünstig mit Produkten pflegen, die du vermutlich eh schon in deinem Haushalt hast. So kannst du z.B. Bodylotion oder Speiseöl zur Hand nehmen anstatt der teuren Pflegeprodukte.

Natürlich sind dies nur Alternativen und sie sind nicht genau auf die Bedürfnisse deines Sattels ausgerichtet. Um sich zu behelfen, kannst du diese Produkte aber kurzfristig zur Hand nehmen.

Vermeiden solltest du Hausmittel, die auf dem Leder verderben. Dies betrifft alle Lebensmittel wie Bananenschalen, Eiweiß und sonstige Hausmittel, die dir schon angepriesen worden. Die Investition in ein abgestimmtes Lederpflegeprodukt zahlt sich langfristig aus. Den meisten Pflegeprodukten wurden auch Konservierungsstoffe zugesetzt.

Allgemeine Tipps und Tricks

Achte bei deiner Sattelpflege immer darauf, dass du alle Teile deines Sattels pflegst.

Am besten zerlegst du ihn vor Beginn der Pflege in seine Einzelteile. Auch die Unterseite deines Sattels und die einzelnen Sattelblätter wollen schließlich von allen Seiten behandelt werden. Versuche deinen Sattel immer so gut wie möglich trocken zu halten. Schließlich möchtest du Schimmel an deinem Sattel bestmöglich vermeiden.

Wenn du deinen Sattel wieder zum Glänzen bringen möchtest und ihn daher polierst, achte darauf, dass du die Sitzfläche außen vor lässt. Polierst du auch diesen Teil, kann sich das negativ auf deinen Halt im Sattel auswirken, da die Oberfläche zu glatt wird. 

Mit diesen Tipps hast du nun einen guten Guide zur Hand, an dem du dich orientieren kannst. Natürlich solltest du immer darauf achten, die richtige Pflege für deinen Satteltyp zu wählen.

Nichtsdestotrotz ist das Muster, nach dem du vorgehen kannst, immer ähnlich und du bist nun bestens vorbereitet um mit deinem Sattel lange Freude zu haben.