7 Tipps zum Sattelverkauf

Beim Sattelverkauf gibt es einiges zu beachten, wenn du erfolgreich und schnell deinen Sattel für gutes Geld verkaufen möchtest.

Wir möchten dir aus unserer Erfahrung sieben Tipps mitgeben, die dir beim Verkauf helfen werden. Daher haben wir dir hier zusammengestellt, wie du deinen gebrauchten Sattel erfolgreich an den Mann oder an die Frau bringen kannst.

Tipp Nummer 1 – genügend Informationen bereithalten

Eine Sattelanzeige sollte immer die folgenden Informationen und Bilder bereithalten, um deine Käufer mit allen relevanten Informationen zu versorgen:

  • Marke
  • Kammerweite
  • Sitzgröße
  • ggfs. Gurtung / Schwerpunkt / Sitz / Materialität / Besonderheiten Sattelkissen etc.

Gerade für schwierige Pferderücken ist eine Information über die Länge des Sattels sehr wichtig. Auf dem Bild kannst du einen Zollstock an die Sattelkissen halten. So erkennt der Käufer sofort, ob diese Länge passend wäre.

Du solltest ein Bild von der Seite erstellen, um zu zeigen, wie viel Schwung dein Sattel hat. Dein Käufer kann daran erkennen, wie geschwungen die Sitzfläche ist – ob du beispielsweise einen Flach-, Tief- oder Mittelflachsitzer hast.

Weiterhin wird an einem Bild von der Seite der Zustand deines Sattels gut erkennbar. Wir finden außerdem, dass ein Bild von der Seite auch immer die Ästhetik des Sattels darstellt – welche Farbe oder auch Ziernaht wurde verwendet. Auch dies kann die Kaufentscheidung beeinflussen.

Fotografiere den Sattel auf deinem Pferd von hinten in den Kissenkanal. Der Käufer erkennt daran die Winkelung der Sattelkissen – auch wenn diese anpassbar sind, kann der Käufer schneller feststellen, ob die Winkelung für das eigene Pferd passen würde. Dies ist z.B. bei einem besonders flach oder steil gewinkelten Sattelkissen von Bedeutung.

Fotografiere deinen Sattel von unten. Lege dabei im besten Falle eine Hand in den Kissenkanal, so können deine Käufer erkennen, wie breit die Wirbelsäulenfreiheit ist. Der Zustand der Sattelkissen ist erkennbar, ob es sichtbare Dellen gibt oder die Kissen gleichmäßig gefüllt sind.

Diese drei Bilder sind sehr wichtig und sollten in keinem Fall fehlen: ein Bild von der Seite, ein Bild von hinten in den Kissenkanal und ein Bild von unten. Alle weiteren Bilder sind natürlich gerne gesehen und kommen bei den Käufern immer gut an!

Tipp Nummer 2 – Die Preisfindung richtig angehen

Schau dich auf den einschlägigen Kleinanzeigenportalen um. Vielleicht gibt es deinen Sattel dort bereits und du kannst herausfinden, in welchem Preisrahmen sich die Verkäufe derzeit bewegen.

Sieh dir den Zustand der zum Verkauf stehenden Sättel im Vergleich zu deinem Sattel an und ermittle so, ob du den Preis höher oder niedriger ansetzen solltest.

Je nachdem wie schnell du den Sattel verkaufen willst, zahlt es sich aus, deinen Sattel etwas günstiger anzubieten.

Hast du eine neuwertigen Sattel gekauft und möchtest diesen für den gleichen Preis auch wieder verkaufen, freuen wir uns, wenn dir dies gelingt! Aus unserer Erfahrung heraus ist dies jedoch meist nicht möglich. Solltest du den vollen Kaufpreis deines neuwertigen Sattels erwarten, solltest du Geduld haben.

Tipp Nummer 3 – mehrere Quellen zum Verkauf nutzen

Neben den typischen Kleinanzeigenportal solltest du dich auch in deinem Reitstall umhören. Wir haben es bereits erlebt, dass zufälligerweise jemand in unserem Stall genau das Modell mit der gleichen Kammer- und Sitzgröße gesucht hat, das wir sowieso verkaufen wollten.

Die meisten verkaufen jedoch über die bekannten Kleinanzeigenportale.

Probiere hier verschiedene aus, auch spezielle Sattelgruppen in sozialen Netzwerken kannst du in deinen Sattelverkauf mitaufnehmen. Reitsportgeschäfte und Sattler kaufen auch Sättel an, ebenfalls finden sich auch überregionale Ankäufer für Sättel.

Tipp Nummer 4 – Auf Kommission verkaufen

Wenn du keine Lust hast, dich selbst um den Verkauf deine Sattels zu kümmern und einen möglichst hohen Preis erzielen möchtest, dann solltest du nicht die Möglichkeit auf Kommission zu verkaufen außer acht lassen.

Wenn du auf Kommission verkaufst, bedeutet dies, dass ein Sattelhändler deinen Sattel in deinem Namen verkauft und einen Teil des Kaufpreises als Provision erhält.

Auf Kommission zu verkaufen bedeutet auch, dass du keine Zeit in die Suche nach einem Käufer stecken musst. Zusätzlich hast du eine weitere Meinung eines Sattlers, der dir hinsichtlich Verkaufspreis, Zustand und Änderungen der Sattelkissen oder der Kammerweite weiterhelfen kann.

Unsere Tipps zum Verkaufen auf Kommission findest du in unserem Beitrag Gebrauchte Sättel auf Kommission verkaufen.

Tipp Nummer 5 – Gebrauchte Sättel eintauschen

Einige Sattler bieten es dir an, deinen gebrauchten Sattel gegen ein anderes Modell einzutauschen. Dieses muss natürlich zu deinem jetzigen Sattel gleichwertig und in etwa im gleichen Preisrahmen sein.

Auf diesem Wege haben wir schon Sättel eingetauscht und unsere Erfahrungen gemacht. Möchtest du deinen Sattel jedoch verkaufen und keinen neuen Sattel erwerben, fällt diese Option für dich natürlich nicht zur Wahl.

Tipp Nummer 6 – Gute Sattelpflege zahlt sich aus

Wer seinen Sattel gut behandelt, pflegt und fettet kann diesen auch nach vielen Jahren noch gut verkaufen. Dies ist natürlich abhängig von der Marke. Wenn du nicht regelmäßig pflegst und deinen Sattel nicht einfettest, wird das Leder brüchig und verliert seine Elastizität und Geschmeidigkeit.

Sattel haben eine sehr lange Lebensdauer. Sobald du verkaufen möchtest, wirst du dich ärgern, wenn du mit der Pflege nachlässig warst.

Solltest du dies jetzt merken, geben wir dir Tipps, wie du das beste aus deinem alten Sattel herausholen kannst. Sieh dir gleich unseren Ratgeber zum Thema Sattelpflege an!

Tipp Nummer 7 – Geduld haben

Wer einen Sattel kauft investiert meist eine Menge Geld, so wie du, als du dir deinen Sattel zugelegt hast. Wahrscheinlich hast dich vorher umfassend informiert, verschiedene Modelle ausprobiert, damit du den Sattel findest, der dir und auch deinem Pferd perfekt passt.

Aus Erfahrung können wir sagen, dass unsere Sattelverkäufe manchmal bis zu sechs Monaten gedauert haben. Wir haben Anzeigen geschaltet, uns im Stall umgehört, in sozialen Netzwerken den entsprechenden Gruppen beigetreten, doch es hat sich nichts getan.

Heute können wir dir sagen, dass wir alle unsere Sättel noch verkaufen konnten und dies auch meist zu einem Preis, der nicht unüblich niedrig lag, nur weil uns dies von einigen Käufern so angeboten wurde.

Solltest Du daher Angebote bekommen, die weit unter deinen Preisvorstellungen liegen, bleibe einfach standhaft und warte weiter auf den richtigen Käufer, der den Zustand deines Sattels zu schätzen weiß.

Wenn du deinen Sattel verkaufst, weil du ein Problem mit der Passform hast, sieh dich doch vorher nochmal in unserer Kategorie Sattelprobleme um.

Fazit

Der Sattelverkauf kann ein langwieriger Prozess sein. Anhand unserer 7 Tipps wird dir der Verkauf leichter von der Hand gehen.

Information, Preisfindung und vorallem eine gute Sattelpflege helfen dir auf dem Weg, den passenden Käufer zu finden. Über allem steht deine Geduld, denn mit genügend Ausdauer wirst du bald viel Spaß daran finden, deinen Sattel zu verkaufen.