Sattel hat Kratzer

Deinen Sattel mit einem Kratzer solltest du unbedingt mit Sattelseife gründlich putzen und anschließend mit Babylotion oder Bienenwachs/öl einschmieren. Mithilfe von Mikrofasertüchern kannst du deinen Sattel noch polieren. Dein Sattel wird aussehen wie neu!

Jede Reiterin kennt die Situation, man kauft sich einen nagelneuen Sattel und reitet ihn ein paar Wochen ein und schon leuchtet ein kleiner Kratzer auf dem Ledersattel. 

Dieses ist besonders ärgerlich, da die Sattel sehr viel Geld kosten. Hier ist dann oftmals schnelle Hilfe gefragt. Aber keine Sorge, für dich haben wir den perfekten Ratschlag parat, wenn du mal einen Kratzer in deinem Sattel entdeckst.

Bei Glattleder kannst einfach deinen Sattel erst mal mit Sattelseife gründlich putzen und dann mit Babylotion oder falls vorhanden mit Bienenwachs/öl ordentlich einreiben. 

Anschließend kannst du deinen Sattel mithilfe von Mikrofasertüchern leicht polieren und schon sieht dein Sattel wie neu aus.

Regelmäßige Sattelpflege kann Kratzer vorbeugen. Auch die richtige Lagerung von Sattel sollte immer beachtet werden.

Sollte dein Sattel aus Wildleder bestehen, können kleine Kratzer am besten mithilfe einer Wildlederbürste behandelt werden.

Wichtig ist immer, damit es erst gar nicht zu einem Kratzer im Sattel kommt, die richtige Pflege deines Sattels.

Warum ist die Sattelpflege so wichtig?

Du hast deinen neuen Reitsattel erstanden und möchtest ihn nun natürlich auch ausgiebig nutzen. Der Sattel ist dabei großen Strapazen ausgesetzt und muss viel aushalten. Nach einem langen Ausritt durch die Natur wird er auch gerne mal ordentlich dreckig. 

Daher benötigt dein Sattel ausreichend Pflege. Wird diese vernachlässigt, kann es zu Beschädigungen kommen. Das Material wird spröde und rissig und kann im schlimmsten Fall sogar reißen. Dies wäre nicht nur ärgerlich, sondern kann unter Umständen sogar gefährlich werden. 

Leder ist pflegebedürftig, damit es geschmeidig und lange haltbar bleibt. Nach einem Ausritt solltest du immer groben Schmutz entfernen und im Idealfall einen Sattelschoner in der Sattelkammer aufziehen. So staubt der Sattel nicht ein und das Leder bleibt länger frisch und sieht gut aus. 

Außerdem ist auch der Faktor des Werterhalts nicht zu vernachlässigen. Es kann durchaus vorkommen, dass du deinen Sattel eines Tages verkaufen musst oder möchtest. Für diesen Fall sollte er natürlich in bestmöglichem Zustand sein. 

Daher solltest du der Sattelpflege immer ausreichend Zeit widmen und mit den richtigen Utensilien an die Sache rangehen. 

Sattelpflege vorbereiten

Zunächst einmal solltest du den Sattel so positionieren, dass du gut daran arbeiten kannst. Ein Sattelbock bietet sich hier idealerweise an. 

Wenn du diesen nicht zur Verfügung hast, such dir eine standfeste, rutschfeste Ablage auf welcher du den Sattel zurechtlegen kannst. Alle Teile des Sattels müssen gereinigt werden, daher zerlege ihn am besten zunächst in seine Einzelteile: Steigbügel abbauen ggfs. Strupfenschoner abnehmen.

Dann solltest du dir alle nötigen Utensilien parat legen. Du wirst auf jeden Fall ausreichend Wasser, ein weiches Tuch sowie ein Wolltuch benötigen. Hinzu kommen noch diverse Optionen an Pflegemitteln, die wir nachfolgend noch erläutern werden.

Neben deinem Sattel ist es auch wichtig, die Satteldecke nicht außer acht zu lassen. Damit dein geputzter Sattel sauber bleibt, solltest du auch regelmäßig die Satteldecke wechseln. Durch das Waschen deiner Decken beugst du unnötigen Schweiß und Dreck für dein Pferd und deinen Sattel vor.

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Pflegemittel zur Sattelpflege

Welche Pflegemittel du für deinen Sattel benutzen solltest, ist ein heikles Thema. Hier scheiden sich die Geister und welche Mittel für dich und deinen Sattel passend sind, musst du erst herausfinden. 

Nicht jedes Pflegemittel ist für jeden Sattel geeignet. 

Als Hauptkriterium solltest du darauf achten, dass deine Pflege zu der Art des Leders passt. Je nachdem, ob du Glattleder, Wildleder oder einen Wintec -Sattel besitzt, benötigst du ein anderes Produkt. 

Leder ist einem Konservierungsprozess ausgesetzt worden, der sich Gerbung nennt. Die Konservierung sollte nicht durch organische Hausmittel abgeschwächt werden. Daher sind keine verderbenden Pflegemittel auf das Leder aufzubringen. Bananenschalen oder Zwiebeln eignen sich für die Pflege daher nicht. Jetzt aber weiter mit der Pflege.

Um erst mal die allgemeine Reinigung deines Sattels anzugehen, kannst du auf Sattelseife zurückgreifen. Hier gibt es Versionen, die du direkt auf den Sattel auftragen kannst, oder aber Produkte, die du erst in Wasser auflöst. Für welches du dich entscheidest, liegt ganz an deiner persönlichen Präferenz. Auf jeden Fall kannst du hiermit erst mal den groben Schmutz entfernen. 

Auf Sattelseife verzichten solltest du, falls du an deinem Sattel bereits Schimmel festgestellt hast. 

In diesem Fall greifst du am besten erst mal auf Essigessenz zurück. Damit kannst du den Schimmelsporen zuverlässig zu Leibe rücken.

Wenn du auf der Suche nach einer schnellen Lösung bist, kannst du auch auf sogenannte All-in-one Produkte zur Sattelpflege zurückgreifen. Es gibt spezielle Lederreiniger auf dem Markt, die du einfach auf deinen Sattel aufsprühst und abwischst. Sehr ergiebig sind diese Produkte nicht, daher eignen sich eher für die kurze Pflege zwischendurch oder Kleinteile wie Trensen.

Wir können in jedem Fall die Effax Produkte empfehlen. Diese kaufen wir selber zur Pflege unseres Leders. Ideal für kleine Ausbesserungen – und auch für die Pflege deiner Lederstiefel – ist das handliche Effax Leder Sofort-Glanz *. Dieses passt in jeden Putzkasten und ist schnell zur Hand. Dieser praktische Schwamm bringt dein Leder sofort zum Glänzen. 

Wenn du deinen Sattel jetzt erst einmal gründlich gereinigt und getrocknet hast, heißt es die richtige Nachbehandlung zu wählen. Je nach Sattel kommt hier Lederöl oder auch Lederfett infrage.

Alternativ kannst du auch auf Lederbalsam von Effax * zurückgreifen. Dieses Lederbalsam kannst du mithilfe eines Schwammes auf das Leder auftragen.

In jedem Fall solltest du mit diesen Pflegeprodukten sparsam umgehen. Überdosiert führen sie dazu, dass sich das Leder ausdehnt oder aufquillt. Das ist natürlich nicht der Effekt, auf den du hinaus willst. Ziel ist es, dass das Leder nicht trocken und spröde, sondern weich ist. 

Dazu trägst du das Produkt deiner Wahl zunächst mit einem weichen Tuch in einer sehr dünnen Schicht auf den Sattel auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit kannst du das Produkt abwischen bzw. in das Leder einreiben. 

Achte darauf, dass du deinen Sattel immer mit einem Mikrofasertuch polierst.

Im Anschluss an die Behandlung mit den speziellen Produkten zur Sattelpflege kannst du das gute Stück noch mit einem Mikrofasertuch polieren, damit es einen schönen Glanz bekommt. 

Hilft auch das gründlichste Putzen nicht, dann hast du die Möglichkeit, deinen Sattel selbst zu färben. Natürlich kann dabei einiges schief gehen. Worauf du achten solltest, haben wir dir hier zusammengetragen: Sattel färben und dein alter Sattel glänzt wieder!

Zusammenfassung – Sattel hat Kratzer

Sollte dein Sattel ein Kratzer haben, solltest du diesen am besten mit Sattelseife gründlich putzen und mit Babylotion oder mit Bienenwachs/öl ordentlich bearbeiten.

Danach ist es hilfreich, den Sattel mit einem Mikrofasertuch leicht zu polieren, sodass der Sattel wieder wie neu aussieht.

Sollte dein Sattel aus Wildleder bestehen, können kleine Kratzer am besten mithilfe einer Wildlederbürste behandelt werden.

Damit es nicht zu einem Kratzer bei deinem Sattel kommt, ist die richtige Pflege sehr entscheidend. Folgende Punkte solltest du bei deinem Sattel beachten, damit es zu keinen Kratzern kommt:

  • Sattel von grobem Schmutz befreien
  • Mit verdünnter Sattelseife oder passendem Pflegeprodukt in geeigneter Dosis den Sattel einreiben
  • Pflegeprodukt einwirken lassen
  • Mit Tuch die Sattelseife abwischen und den Sattel gründlich polieren
  • nach Bedarf zusätzliche Pflegeprodukte auf das Leder auftragen
  • Sattelschoner beim Lagern des Sattels verwenden