Ausreiten mit dem Springsattel – welchen Sattel im Gelände?

Wer mit seinem Pferd ins Gelände will braucht den richtigen Sattel dazu. Bei einem Geländeritt stellst du einige Anforderungen an Sicherheit und Sitzgefühl in allen Gangarten. Welche Rolle der richtige Sattel spielt und wie du diesen erkennst, haben wir für dich herausgefunden!

Im Springsattel ausreiten? Für einen langen Geländeritt mit Trab und Galopp bietet sich der Springsattel an. Der leichte Sitz ist kein Problem, du kannst entspannt längere Strecken über deinem Pferd stehen – ideal für eine Galoppstrecke. Ist dein Pferd eher schreckhaft und springt gerne zur Seite, können die kurzen Bügel im Springsattel dir nicht den nötigen Halt geben.

Was macht den Springsattel aus? Diese und weitere Fragen haben wir für dich recherchiert und zeigen dir alle Infos, die du für einen gelungenen Ausritt mit dem richtigen Sattel brauchst.

Anforderungen an den Sattel während deines Ausrittes

Um den richtigen Sattel für deinen Ausritt zu wählen, solltest du vorab bereits überlegen, was du reiten möchtest. Wer nur einen gemütlichen Schritt-Ausritt vor hat, der kann auch mit einem Reitpad oder seiner Lieblingsschabracke reiten gehen.

Sobald du jedoch im Gelände traben oder galoppieren willst, solltest du dir über den passenden Sattel Gedanken machen.

Im Vordergrund steht bei vielen Ausritten die ein oder andere Galopptour. Daneben wird viel leichtgetrabt. Für beides musst du gut aus deinem Sattel kommen. Dies ist mit kürzeren Bügeln wesentlich einfacher, als mit längeren. Ganz klarer Pluspunkt für einen Spring- oder Vielseitigkeitssattel.

In allen Fällen steht ein Reithelm auf der obersten Position. Dieser darf auf keinen Fall fehlen! Egal, welchen Sattel du wählst, eine Reitkappe gehört in jedem Fall zur Ausrüstung dazu.

Vorteil eines Springsattels im Gegensatz zu einem Dressursattel ist die Unterstützung eines kürzeren Bügels. Bei beiden Sätteln wird durch die nach vorne geschnittene Pausche ein kurzes Bein ermöglicht.

Der Sitz im Sattel während des Ausrittes

Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass Dressursättel gerade auf langen Ausritten wirklich unbequem werden können. Dein Bein ist lange Zeit in dieser gestreckten und manchmal überstreckten Haltung. Oft fühlt sich die Hüfte dadurch überstreckt an und die Folge ist ein Sitz mit Hohlkreuz.

Auf langen Ausritten kann ein Dressursattel nicht den Komfort eines Vielseitigkeits- oder Springsattels bieten.

Neben deiner Sitzposition und der Haltung des Beines ist natürlich auch die Sitzfläche ausschlaggebend. So bequem die Bügellänge, so schnell wird eine unbequeme und harte SItzfläche zu einem viel größeren Problem.

Abhilfe können bei harten Sitzflächen Fellüberzüge schaffen. Welche wirklich etwas taugen und richtig bequem sind, zeigen wir dir hier.

Diese werden über die Sitzfläche gezogen und meist mit Gummiband am Hinterzwiesel und unter der Steigbügelaufhängung befestigt. Aus Erfahrung helfen diese bei einer unbequemen Sitzfläche weiter – kommen jedoch auf wirklich langen Ausritten auch an ihre Grenzen, wenn du am falschen Ende sparst.

Neben einer bequemen Sitzfläche sind die unterschiedlichen Voraussetzungen der englischen Sättel von Bedeutung.

Eigenschaften Springsattel vs. Vielseitigkeitssattel vs. Dressursattel

Die drei klassischen englischen Reitsättel lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Springen, Dressur und die Vielseitigkeit. Dies sind die am meisten verbreitesten Sättel in der englischen Reitweise.

Wenn du dich fragst, welcher Sattel für dich im Gelände in Frage kommt, kannst du dir die wesentlichen Unterschiede schnell begreifbar machen. Das sind im wesentlichen:

  • Dressursattel: langes, gestrecktes Sattelblatt mit großer Pausche. Tiefe Sitzfläche mit hohem Hinterzwiesel. Lange Bügel und damit ein langes Bein.
  • Springsattel: kurzes, nach vorne geschwungenes Sattelblatt mit Knie- als auch Wadenpausche. Ermöglicht durch flachen Sitz mit flachem Hinterzwiesel einen leichten Sitz. Kurze Bügel und ein kurzes Reiterbein.
  • Vielseitigkeitssattel: die Mischung zwischen beiden Sattelformen. Jeweils mit Spring- oder mit Dressurschwerpunkt erhältlich. Für Ausritte unsere erste Wahl noch vor einem Springsattel.

Welchen Sattel du also auf einem Ausritt verwenden möchtest, hängt, wie oben beschrieben, davon ab, was du reitest. Wer nur im Schritt ins Gelände will, muss sich nicht viele Gedanken machen.

Bei längeren Ausritten mit viel Trab und noch viel mehr Galopp sind Spring- oder Vielseitigkeitssattel angenehmer.

Wenn du dich jetzt fragst: Was ist der genaue Unterschied zwischen Dressur- und Springsattel, dann sieh dir hier unseren Beitrag an. Für alles über den Vielseitigkeitssattel haben wir hier für dich einen eigenen Post erstellt.

Warum nur ein passender Sattel für dich und dein Pferd angenehm ist

Egal welche Sattelart du für einen Ausritt wählst: dieser Sattel muss gerade im Gelände gut passen. Keinesfalls solltest du einen Sattel wählen, in dem du gut ausreiten kannst, der deinem Pferd jedoch überhaupt nicht passt.

Bei einem Ausritt wird meist länger und intensiver geritten. Dabei sollte dein Sattel optimal passen. Wer einen unpassenden Sattel wählt, der riskiert schwerwiegende Folgen für sein Pferd.

Nur bei einem passenden Sattel kann dein Pferd sein volles Potenzial entfalten. Sobald dein Sattel drückt und auf empfindliche Nerven oder Teile der Wirbelsäule aufliegt, hat das gesundheitliche Folgen für dein Pferd.

Sollte dein Pferd beim Ausreiten widersetzlich sein – oder fängt an kopflos zu rennen, denke auch an die Passform deines Sattels. Einige Pferde äußern ihr Unbehagen in genau diesem Verhalten. Bei einem längeren Ausritt ist dein Pferd dem unpassenden Sattel besonders ausgeliefert. Man trabt oder galoppiert schneller und länger, das hat Auswirkungen, wenn dein Sattel schon im normalen Training schlecht sitzt und drückt.

Viele Symptome erkennst du vielleicht nicht auf den ersten Blick. So übersieht man schnell, dass der unpassende Sattel der Grund für die Probleme sein könnte. Sieh dir für weitere Informationen unseren umfassenden Beitrag an: Folgen eines unpassenden Sattels für dein Pferd.

Zusammenfassung: Ins Gelände mit dem Springsattel?

Ein Springsattel kann ein idealer Begleiter im Gelände sein. Im leichten Sitz und mit den kürzeren Bügeln ist der Ausritt angenehmer für dich als Reiter. Grundsätzlich kannst du den Sattel, mit dem du ausreiten möchtest frei wählen.

Auf Ausritten gehört neben einem grundlegend passenden Sattel ein Reithelm dazu! Ein unpassender Sattel hat für dein Pferd schwerwiegende Konsequenzen. Überprüfe daher deinen Sattel, auch wenn du „nur“ ausreiten möchtest. Gerade im Gelände muss dein Sattel bei langem Trab oder Galopp richtig gut passen.

Alternativ kannst du auch einen Vielseitigkeitssattel wählen. Wer mit einem Dressursattel ausreiten will, kann durch den gestreckten Sitz mit langem Bein und damit längeren Bügeln weniger Komfort empfingen. Solltest du eine harte Sitzfläche haben, kannst du mit einem Fellüberzug Abhilfe schaffen. Diese werden über die Sitzfläche gespannt und bieten besseren Sitzkomfort, als viele Sättel.

Wir haben aus Erfahrung Dressursätteln von unseren Ausritten verbannt. Mit kürzeren Bügeln sitzt es sich entspannter und der leichte Sitz ist einfacher einzunehmen. Ideal, wenn du Galopp oder Trab reiten möchtest.